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Reviews Germany2019-07-11T14:32:11+01:00

Reviews Germany

BetreutesProggen.de: Small as a Ball – Review (DE)

German flag Germany – Small as  a Ball

Lars Boutrup ist Däne. Und diese lügen ja bekanntlich nicht. Also darf man den Zusatz im Namen des Künstlers durchaus für bare Münze nehmen. Ja, dies ist Musik für Keyboards, beziehungsweise Musik für Keyboard-Fans. Boutrup bedient eine Vielzahl von Tasteninstrumenten, wobei gerade die Orgel eine sehr wichtige Rolle spielt. Bei „Small As A Ball“ handelt es sich bereits um das dritte Album unter diesem Namen, und er macht im Prinzip im Stile des Vorgängers „The Symphonic Dream“ weiter. Das Album enthält insgesamt acht Songs, deren Spielzeiten meist um die sechs bis sieben Minuten liegen und die typischen symphonischen Keyboard-Prog bieten, der auch mal von den Siebzigern beeinflusst klingt. Unterstützt wird der Däne durch die Rhythmusfraktion Fredrik Sunesen (drums, percussion) und Niels W. Knudsen (Bass), was gelegentlich für einen wuchtigen Sound sorgt. Beide waren auch schon auf dem Vorgänger zu hören. Meist sind die Songs im Mid-Tempo gehalten, markant sind besonders die Orgelsoli, doch auch am Synthesizer werden gelegentliche Flitzefinger-Soli eingestreut. Er versäumt es aber geschickter weise nicht, auch mal ruhigere Parts einzubauen, wie beispielsweise das sphärische Intro auf ‚Heaven Can Wait‘, auf das mit ‚Will We Dream About The Ball?‘ ein Highlight des Albums folgt, bei dem sphärische und bombastische Parts effektiv miteinander verknüpft werden. ‚And The Boy Gets A Cigar‘ ist ein typisches Beispiel für einen hymnischen Song, der auch mal an Soniq Theater denken lässt, doch im Gegensatz zum deutschen 1-Mann-Projekt ist hier ein echter Schlagzeuger am Werk und auch der Bassist hinterlässt in diesem Song deutliche Spuren. Man merkt dem Dänen an, dass er schon eine ganze Weile im Geschäft ist, das klingt alles sehr routiniert und durchdacht und sollte den Keyboard-Fans Spaß machen.Rating: 6 out of 10

Rating: 10 out of 15  

Reviewed by  Juergen Meurer 

Small as a Ball cover thumb

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April 22nd, 2015|

Vampster: The Symphonic Dream – Review (DE)

German flag Germany – The Symphonic Dream

Wieder mal Interesse an entspannender und nicht zu verkopfter Instrumentalmucke? Dann könnte “The Symphonic Dream” von LARS BOUTRUP´S MUSIC FOR KEYBOARDS was für euch sein. Wie der Projektname schon vermuten lässt, spielen die Keys hier die absolute Hauptrolle, unterstützt wird Lars Boutrup aber dennoch von zwei Bassisten und einem Schlagzeuger.

Die Tasten stehen trotzdem klar im Vordergrund, rein elektronisch wie besipeielsweise bei KLAUS SCHULZE oder JEAN MICHEL JARRE geht es aber eben auch nicht zu. Viel eher lässt sich “The Symphonic Dream” vielleicht mit ZOMBI vergleichen, klingt im direkten Vergleich aber bombastischer, überladener und irgendwie auch mehr in die Prog Rock-Ecke schielend.

Die Stücke pendeln sich alle zwischen knapp vier und neun Minuten ein und wirken trotz vieler überlappender Parts doch von Anfang an ziemlich eingängig, was unter anderem auch daran liegen mag, dass das Material wenig kaum vertrackt klingt und immer klaren Linien folgt. Persönlich würde ich mir ab und an vielleicht wirklich noch eine Gitarre wünschen, während nämlich ZOMBI in abgespeckter Instrumentierung perfekt klingen, habe zumindest ich bei den aufwändigeren

Arrangements von LARS BOUTRUP´S MUSIC FOR KEYBOARDS öfter mal den Eindruck, als ob irgendwo ein Soundloch stecken würde, welches von einer 6-saitigen gut hätte ausgefüllt werden können.

Auch so funktioniert “The Symphonic Dream” aber ziemlich gut. Man merkt einfach, dass Lars Boutrup ein erfahrener Musiker und Arrangeur ist, der u.a. auch für EVIL MASQUERADE tätig war und die Musik zu etlichen Stummfilmen komponiert hat.

Der Opener “June” oder das atmosphärische, mit einigen coolen 70s-Licks versehene Titelstück bieten ordentlich Abwechslung und ziemlich einprägsame Melodielinien, dass bei einer Spielzeit von über 50 Minuten und doch immer ähnlich gestrickten Tracks aber auch die eine oder andere Länge vorhanden ist und nicht jeder Part voll ins Schwarze trifft, ist aber natürlich absehbar.

Das ruhig gehaltene “Space Peace” kommt nicht so richtig auf den Punkt und auch die darauf folgenden “Thanks For Everything” und “A Song For John” könnten für mich etwas zwingender sein, dafür entschädigt das härtetechnisch aufgemotzte “Eddy Will Not Be Ready” aber wieder auf ganzer Linie und auch der Schlusstrack “The Black Event” überzeugt mit coolen Harmonien und schönen Melodiefragmenten. Kein absoluter Brecher, aber sicherlich ein Album, welches ich in ruhigen Stunden immer mal wieder in den Player schieben werde – hört mal rein!

Spielzeit: 53:13 Min.

Line-Up:
Lars Boutrup – keys, organ & synths
Niels W. Knudsen – bass
Andreas S. Jensen – bass
Fredrik Sunesen – drums

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Link Vampster & rezension 

July 1st, 2011|

Babyblaue Prog: The Symphonic Dream – Reviews (DE)

German flag Germany – The Symphonic Dream

Mit der Projektbezeichnung “Music for keyboards” kann man auch als erfahrener Progressive Rock-Hörer einige allzu oft gehörte Schemata assoziieren. Bei dem Albumtitel “The symphonic dream” und einem Cover, auf dem nur Meer und Wolken zu sehen sind, wären auch orchestrale New Age-Kompositionen denkbar. Nach der Betrachtung der äußeren Merkmale des Tonträgers hatte ich also gewisse Befürchtungen entwickelt, die überraschenderweise doch unberechtigt waren.

Lars Boutrup macht nicht den Fehler vieler Prog-Keyboarder, die grossen Vorbilder Emerson und Wakeman nachahmen zu wollen. Bei einseitiger Betrachtung können selbst bei Boutrup Synthesizer- und elektronische Orgel-Klänge ausgemacht werden, die ohne die 70er wahrscheinlich so nicht möglich wären. Aber der dänische Musiker entwickelt solche Konzepte weiter, so dass ich fast geneigt bin zu meinen: “schaut her, der Gute macht vor, wie man keyboardorientierten Retroprog modern und kurzweilig gestalten und dabei auch noch sich selbst treu bleiben kann. “The symphonic dreams” von Lars Boutrup’s Music For Keyboards ist für mich geschmacksvoller als alle Soloalben von Emerson und Wakeman, was in diesem Fall eigentlich etwas heissen sollte.

Von erster Minute an erklingt kein angestaubter, sondern auf mich modern wirkender, von Tasteninstrumenten bestimmter Retroprog, der – treibend und energetisch – mit einer gewissen Dramatik, unaufdringlicher Symphonik, durchdachten Arrangements und den dem Stückaufbau dienenden Synthesizer- und Orgelsolos zu überzeugen weiss. Die Instrumentals wie “June” und “Secrets behind the curtain” atmen für mich denselben Geist wie beispielsweie der Mittelteil von “Fanfare for the common man” von Emerson, Lake & Palmer: zielsicher, etwas dramatisch und doch verspielt. Ein leichter Industrial-Elektronik-Touch macht einige der Stücke von Boutrop interessanter und moderner. Die New Age-beeinflusste Piano-Romantik von “Space Peace” und das mit der charmanten Akustik eines Nebenzimmers gesegnete, atmosphärische Piano-Solo-Stück “A song for John” gehören hier zu den absoluten Ausnahmen. ELP hatten mal eine Witznummer namens “Are you ready Eddy?”. Boutrup präsentiert nun “Eddy will not be ready”, das jedoch keine Stilbrüche im Vergleich zu den beschriebenen Stärken von “The symphonic dream” bietet und damit keine richtige Antwort auf ELP’s Rock’n’roll-Versuch sein kann. Es sei denn, man betrachtet die aggressive Spielweise, die Boutrup seiner Orgel zuteil werden lässt.

12/15 ************

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Von: Siggy Zielinski

Link Babyblaue Prog-Reviews & rezension

 

 

April 9th, 2011|

Vampster: Music for Keyboards – Review (DE)

German flag Germany – Music For Keyboards

Ein Azurhimmel mit Wolken, dazu die Aufschrift “Music for Keyboards” – da denke ich unweigerlich an die anbiedernde, beruhigende Musik, welche vor dem Take-Off durch die Flugzeugkabine wabert, um den Passagieren die Angst vor dem Fliegen zu nehmen und die nervigen Laute unangenehmer Zeitgenossen dezent in den Hintergrund verfrachtet. Und nach den ersten Minuten von LARS BOUTRUPs Oeuvre erweist sich der erste Eindruck des Covers als gar nicht so unangebracht – hier ist in der Tat Musik am Start, welche den Start angenehmer machen könnte.

LARS BOUTRUP schafft mittels Keyboards, Synths und Hammonds unaufdringliche Soundlandschaften. Diese sind mal leicht progressiv angehaucht (etwa “While The City Sleeps”) – aber nur ganz leicht, von Jens Johannsonschen Experimenten ist man weit entfernt – dann wieder etwas melancholisch à la AIR (“The Day After”). Manchmal driftet der Däne in gar Super Nintendo Gamesoundtrack-Landschaften ab und schafft etwas dudelige Kompositionen wie “Alla Gypsy”. Die Professionalität kann man den einzelnen Kreationen indes nicht ansprechen, Patzer leistet sich der Herr keine. Doch von der Atmosphäre her erreicht “Music for Keyboards” zu keiner Zeit die Dichte der Werke von JEAN-MICHEL JARRE und auch im Bereich der Filmsoundtracks gibt es fesselndere Alben.

Was bleibt ist beruhigende, angenehme Hintergrundmusik – geeignet für gepflegte Dinners mit den Schwiegereltern oder eben: die Zeit bevor man sich anschnallen und das Rauchen einstellen muss.

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Link to: Vampster & review

February 6th, 2006|

Re-flexion: Music for Keyboards – Review (DE)

German flag Germany – Music For Keyboards

Hinter Music For Keyboards steckt der Keyboarder und Komponist Lars Boutrup, der in der Vergangenheit bereits mit Rock-, Film- und klassischer Musik auf sich Aufmerksam machte. Viele Veröffentlichungen gehen auf sein Konto. Music For Keyboards ist das erste Solo-Album des Künstlers. Beim Label Excess Records erschien Ende 2005 das instrumentale Werk.

Auf Music For Keyboards liefert uns Lars Boutrup neun elektronische Klanglandschaften, die von sphärischen Elementen begleitet werden. Die Reise führt durch unerforschte Winkel verschiedenster Universums. Das Auge gleitet rasant über die Wasseroberflächen der klarblauen Ozeane. Die Musik lebt wie die tierische und pflanzliche Artenvielfalt der Weltmeere. Ungezähmt reihen sich harmonische Sounds aneinander und verwandeln die Stücke in treibendes Gewässer voller Überraschungen.

Der Klangkünstler Lars Boutrup experimentiert mit den unterschiedlichsten Sounds und beweist, dass er die elektronische Technik voll beherrscht. Man spürt aus den Titeln heraus, dass Herr Boutrup bereits langjährige Erfahrungen und ein Gespür für gelungene Melodien hat. Er interpretiert in den neun instrumentalen Tracks spannende Bilder. Bilder, die ich mir gut in Filmen vorstellen kann. Die Musik ist bestens als Filmmusik geeignet und sicher auch dafür ausgelegt. Auch wenn eigene Bilder in meinem geistigen Auge entstehen, bräuchte ich zur Musik noch unterstützende Filmbilder, welche die Kraft der Songs unterstützten. Wer selber einen Eindruck von Music For Keyboards erhaschen möchte, sollte folgende Titel antesten: Agent Orange, Flying In The Sky und While The City Sleeps.

Die neun Kompositionen sind gut, aber leider auch nicht mehr. Zum Teil wirken die Songs zu verspielt und verschwinden schon bald wieder aus den Gehörgängen. Das einschlagende Erlebnis fehlt. Wer jedoch auf Künstler wie Jean Michel Jarre steht, sollte auf jeden Fall in das Werk Musik For Keyboards von Lars Boutrup hineinhören.

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December 2nd, 2005|

Metal Planet: Music for Keyboards – Review (DE)

German flag Germany – Music For Keyboards

Ein dänischer Musiker namens Lars Boutrup hat zusammen mit seinem Schlagzeug spielenden Kumpel Fredrik Sunesen ein Album voller Melodien zum Träumen aufgenommen. Wie der Titel der Scheibe schon verheißt, kredenzen uns die beiden Musiker keinerlei Klänge, die eventuell in Richtung Gitarrenmusik tendieren würden, sondern ausschließlich Kompositionen bei denen das Keyboard die tragende Rolle spielt (ja, danke, wir haben´s verstanden. Andi).

Diesbezüglich gerät man als Musiker und Komponist immer in Gefahr, dass die Chose im Endeffekt als Hintergrundberieselung für alle möglichen Situationen abgestempelt wird und der Hörer nicht die Leidenschaft des Komponisten nachempfinden kann. Leider wird wohl auch Lars Boutrup immer wieder mit den Begriffen „Fahrstuhlmusik“ oder dergleichen konfrontiert werden, wenn von „Music For Keyboards“ die Rede ist, obwohl man durchaus auch Passagen entdecken kann, die für reichlich Atmosphäre sorgen können. Immer wieder fühle ich mich an Jean Michel Jarre erinnert, mit dessen Klängen ich in meiner Jugend immer wieder konfrontiert wurde, für die ich mich aber auch nur bedingt begeistern konnte.

Bei allem Respekt vor der Fähigkeit eines Musikers wie Lars Boutrup, aber auf dieser Scheibe fehlt mir persönlich der Tiefgang und vor allem die „Seele“. Die Musik an sich klingt zwar ganz nett und ist auch unaufdringlich, rauscht jedoch fast ausschließlich an mir vorbei (vielleicht fährst Du zu wenig Fahrstuhl… Andi).
Walter

musicforkeyboards-cover thumb

August 28th, 2005|